Diagnose + Umbauplan fuer die U-Form-Abweichung im Modus-2-Solver als doc/TODO-modus2-achsenweise-bilanz.md festgehalten (mit dem Entwickler zu besprechen, noch nicht umgesetzt). Enthaelt: Symptom (test_modus2.dxf), praezise Ursache (skalare climber-span statt achsenweiser Bilanz, Fundstellen 9990/10070), Beleg als dokumentiertes v1-Limit, 5-Etappen-Umbauplan mit Regressionsnetz zuerst, Risiko-Einschaetzung und Zwischenloesung (abweisen). Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 (1M context) <noreply@anthropic.com>
5.9 KiB
TODO: Modus-2-Solver auf achsenweise Laengen-Bilanz umstellen
Status: Vorschlag / noch nicht umgesetzt (2026-09-18). Mit dem Entwickler zu besprechen, bevor der Solver angefasst wird. Reiner Plan - kein Code geaendert.
Kurzfassung
Der Modus-2-Solver (vf-linienzug-modus2, Phase B, Lisp/vf_linienzug.lsp
ca. Zeile 9915-10145) modelliert den VarioFoerderer-Lauf als EINE gerade
Bruecke. Bei einer gefalteten Kette (U-Form: hoch, quer, runter) zieht er die
festen Fussabdruecke aus der falschen Achse ab: die erste GF wird zu lang,
die Kletterstrecke zu kurz, Motor/ES landen falsch bzw. fehlen. Der Fix:
Laengen pro Schenkelrichtung bilanzieren statt als eine skalare Spanne.
Das ist ein dokumentiertes v1-Naeherungs-Limit, kein Regressionsfehler - die Umbauten SEGS/Alert-Box/Mini-Filter haben Phase B nicht angefasst.
Symptom (echter Testfall: results/test_modus2.dxf, logs/vfl_modus2.dbg)
U-Form-Kette, 6 Segmente, EIN VF-Lauf (Seg 2-6; die zwei Vario-Kurven zaehlen als VF-Mitglieder):
^ Seg2 VF (1500 mm)
| Seg1 GF (2500 mm)
start Seg4 VF (2257 mm)
| +-----------------------+
| Seg3 Kurve Seg5 Kurve
| |
| Seg6 VF (3800 mm)
+ v
Ziel (3520, 180)
Ergebnis: SOLL-ENDE=(3520, 180, 2000), IST-ENDE=(3333, 2825, 2080) ->
dY=+2645 mm, dZ=+80 mm. Die erste GF wird zu lang erzeugt; die
Kletterstrecke (Seg 6) endet ~2645 mm zu frueh; Motorstation, das
VF-Kurven-Zwischenstueck und das ES-Element sitzen falsch bzw. fehlen.
Ursache, praezise lokalisiert
Der Solver waehlt die laengste VF-Gerade (Seg 6, 3800) als Kletterer, der die ganze Hoehe traegt, und rechnet die geneigte Laenge skalar:
;; vf_linienzug.lsp:9990 - Solver bekommt die SKALARE Spanne
(setq wahl3 (vfl3-waehle-winkel climber-span dH-adj feste-vf))
;; feste-vf = Umlenk + Separator (+ Motor) -- ein fester Fussabdruck
;; vf_linienzug.lsp:10070 - Kletterer bekommt br-lvf proportional
(setq this-lvf (max clamp (* br-lvf (/ (caddr seg) climber-span))))
;; br-lvf = climber-span MINUS feste-vf
;; ABER: Umlenk/GF1/Motor sitzen physisch in ANDEREN Schenkeln
;; (GF1+Umlenk am Eingang entlang hz=90, nicht in Seg6/hz=-90)
Der Modellbruch: br-lvf = climber-span minus die festen Fussabdruecke
(Umlenk 500 + Separator 300 + GF1 gf-total + Motor). Diese Teile liegen aber
in den ANDEREN U-Schenkeln - nicht in Seg 6. Der Solver zieht sie trotzdem von
Seg 6s 3800er-Spanne ab. Weil GF1 = "alles am Einlauf" gewaehlt war, ist
gf-total gross -> Seg 6 wird um genau diese Summe (~2645 mm) zu kurz. Bei
einer GERADEN Bruecke liegen alle Teile auf derselben Achse - dann stimmt die
skalare Rechnung. Bei der U-Form nicht.
Zusaetzlich: die flache Zone nimmt GENAU EIN Uebergangspaar an
(hor-pairs = 1, Zeile 9950), obwohl die U-Form zwei 90-Grad-Kurven plus
Kletterstrecke mischt -> daraus die Rest-dZ von +80 mm.
Beleg: dokumentiertes Limit, kein Regressionsfehler
| Kommentar-Fundstelle | Aussage |
|---|---|
vf_linienzug.lsp:9073-9075 |
"v1-Naeherung Laenge ... feinere Laengen-Reservierung -> spaeter" |
vf_linienzug.lsp:9923-9926 |
Modell explizit "EIN Vario mit Horizontal-Mitte" - eine gerade Bruecke ist die Design-Annahme |
vf_linienzug.lsp:9948-9950 |
"flache Zone hat GENAU EIN Uebergangspaar ... unabhaengig von der Zahl der Fueller/Kurven" |
Verifiziert: SEGS-Umbau, Alert-Box und Mini-Filter haben Phase B (den Solver) nachweislich nicht veraendert. Die Abweichung ist vorbestehend.
Vorgeschlagener Umbau in sicheren Etappen
Nach jeder Etappe eine BricsCAD-Sichtpruefung (Geometrie ist nur interaktiv pruefbar).
- Regressionsnetz zuerst. Eine bekannt-gute GERADE Modus-2-Kette
(GF...VF...GF, eine Achse) bauen und mit
lib/dxf_vf_abbild.py --schreibe-referenzals Referenz einfrieren. Schuetzt den funktionierenden Normalfall, bevor die Bilanz umgebaut wird. - Schenkel erkennen. Den VF-Lauf (Seg
vf-start..vf-ende) an den Vario-Kurven in Schenkel aufteilen - jeder Schenkel eine Fahrtrichtung (hz). Pro Schenkel: Summe der VF-Geraden-Laengen, welche festen Teile darin liegen. Neue Datenstruktur statt der skalarenclimber-span. (ersetzt die climber/nonclimber-Schleife 9935-9947) - Fussabdruecke dem richtigen Schenkel zuordnen (Risiko-Kern). Umlenk/GF1 nur vom Eingangs-Schenkel abziehen, Motor/GF2/ES nur vom Ausgangs-Schenkel - nicht pauschal von der Kletterstrecke. Reicht ein Schenkel nicht, verteilt sich die Restneigung auf weitere Schenkel. (feste-vf/dH-adj 9978-9989, this-lvf 10070, fill-len 10094-10104)
- Uebergangspaare pro Kurve statt pauschal eins.
hor-pairsaus der tatsaechlichen Schenkel-/Kurvenzahl ableiten - behebt die dZ-Restabweichung. (9950, dH-adj-Bildung 9982-9989) - Verifikation. Regressionsnetz aus Schritt 1 muss gruen bleiben (gerader Fall unveraendert). U-Form interaktiv: erste GF korrekt kurz, Kletterstrecke trifft den Zielpunkt, Motor + Kurven-Zwischenstueck + ES an der richtigen Stelle. SEGS-Journal bleibt formgleich.
Risiko-Einschaetzung
- Der GERADE Fall funktioniert heute - er ist der Normalfall, fuer den der Solver gebaut ist. Ein Umbau der Kern-Bilanz kann ihn brechen -> Schritt 1 (Referenznetz) ist nicht optional.
- Geometrie nur interaktiv in BricsCAD pruefbar -> mehrere Runden noetig.
- Gut eingegrenzt: der Umbau bleibt in Phase B von
vf-linienzug-modus2(~9915-10145). Klassifizierung, SEGS-Journal, Doppelklick-Replay und die anderen Modi bleiben unberuehrt.
Zwischenloesung (falls der Umbau nicht sofort kommt)
Gefaltete VF-Laeufe (mehr als eine Achsenrichtung im VF-Bereich, z.B. U-Form)
erkennen und mit klarer Meldung abweisen, statt still falsche Geometrie zu
bauen - analog zur bereits vorhandenen "nur EIN VF-Lauf"-Abweisung
(vfl-m3-vf-lauf-alert). Macht das Limit ehrlich sichtbar, kleiner Eingriff.