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sps_skel/doc/Klassenhierarchie.md
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# Klassenhierarchie
Bestandsaufnahme aller Python-Klassen in `lib/` (Stand 2026-10-10). Kurzes
Ergebnis vorweg: es gibt praktisch **keine Vererbung** in diesem Code (eine
Ausnahme: `DerivedTro(TroBase)`, plus die Standard-Exception
`RegistrationError(RuntimeError)`). Alles andere sind flache, eigenständige
Klassen — entweder `@dataclass` (veränderlicher Laufzeit-/Analysezustand) oder
Pydantic `BaseModel` (validierte Daten, die auch als JSON ein-/ausgehen). Eine
klassische "ist-ein"-Hierarchie zu suchen wäre hier der falsche Blickwinkel;
interessanter ist, **wer wen enthält/referenziert** und in welchem Modul-Layer
eine Klasse sitzt (siehe Layer-Kommentar oben in `model.py`).
## Modul-Layer (wer darf wen importieren)
```
tro_catalog.py (Typ-Ebene: was ein TRO-Typ ist)
|
v
model.py (Instanz-Ebene: ein konkreter TRO, die TRO-JSON)
|
v
tro_flow.py (Ableitung: CSV-Graph -> Analysis -> TroDocument)
|
+----------------------+
v v
scl_context.py tro_annotate.py (Ausgabe: annotierte Zeichnung)
(TroDocument -> SclFile, Render-Kontext)
|
v
scl_skeleton.py (Ausgabe: SclFile -> FB_Main.scl, generisch oder per Jinja-Template)
material_flow.py dxf_registration.py (eigenständig, ohne Abhängigkeit auf obige)
tro_overrides.py (importiert model.Connection / model.TroCandidate)
```
`tro_flow.py` und `tro_annotate.py` definieren keine eigenen Klassen (nur
Funktionen). `scl_skeleton.py` hat genau eine (`SclTemplates`, Jinja-Anbindung).
`material_flow.py` hat Graph-Dataclasses — das ist CSV-Rohmodell, nicht
TRO-Modell.
## Vererbung (ASCII)
```
RuntimeError (stdlib) BaseModel (pydantic, stdlib: pydantic)
| |
+-- RegistrationError +-- _Positioned (model.py, Mixin)
(dxf_registration.py) |
+-- TroBase
| +-- DerivedTro
+-- TroCandidate
```
Das ist die gesamte `class X(Y)`-Liste im Projekt — alle anderen Klassen unten
haben `object`/`BaseModel` direkt als einzige Basis und erscheinen hier nur
noch als Gruppen nach Datei.
## Klassen nach Datei, mit Komposition ("enthält")
```
lib/tro_catalog.py [Typ-Katalog, keine Instanzdaten]
├── TroItem (Konstanten-Klasse: Bauteilarten wie SEPARATOR, SWITCH)
├── TroSymbol (Konstanten-Klasse: Zeichensymbole wie CIRCLE, TRIANGLE)
├── TroStyle(BaseModel) Farbe/Darstellung einer Typgruppe
└── TroDefinition(BaseModel)
└─ style: TroStyle (1 TroDefinition hat genau 1 TroStyle)
lib/model.py [Instanz-Ebene / TRO-JSON]
├── TroBase(BaseModel)
│ └─ definition() --> TroDefinition (gelesen aus tro_catalog, nicht gespeichert)
│ └── DerivedTro(TroBase) [einzige echte Vererbung im Projekt]
├── _Positioned(BaseModel) (Mixin: position {x,y,z}, describe_position)
│ ├── TroBase, TroCandidate
├── Connection(BaseModel) (from/to/kind zwischen zwei TRO-IDs)
├── TroCandidate(_Positioned) (gemeldete Stelle, an der ein TRO erwartet wird)
├── Analysis(BaseModel)
│ ├─ tros: list[DerivedTro]
│ ├─ isolated: list[DerivedTro]
│ └─ boundaries: list[DerivedTro]
└── TroDocument(BaseModel) (= <csv>_tro.json)
├─ tros: list[DerivedTro]
├─ boundaries: list[DerivedTro]
├─ connections: list[Connection]
└─ candidates: list[TroCandidate]
lib/material_flow.py [CSV-Rohmodell -> Graph, @dataclass]
├── Element (1 CSV-Zeile)
├── Node
│ └─ element: Element
├── Edge
├── Graph
│ ├─ nodes: dict[str, Node]
│ ├─ edges: list[Edge]
│ └─ unassigned: list[Element]
├── TrackNode
│ └─ element: Element | None
├── TrackEdge
└── TrackGraph
├─ nodes: dict[str, TrackNode]
└─ edges: list[TrackEdge]
lib/tro_overrides.py [manuelle Korrekturen aus cfg/tro_overrides.ini, @dataclass]
├── TroOverride (Typkorrektur an einem abgeleiteten TRO: tro_id ODER separator)
├── SplitSpec (TRO aus einem bestehenden heraustrennen)
├── MergeSpec (mehrere TROs zu einem zusammenfassen)
└── Overrides (Sammelcontainer für eine CSV-Datei)
├─ tros: dict[str, TroOverride]
├─ splits: list[SplitSpec]
├─ merges: list[MergeSpec]
├─ connections: list[model.Connection]
└─ candidates: list[model.TroCandidate]
lib/dxf_registration.py [CSV<->DXF Koordinatentransform]
├── RegistrationError(RuntimeError)
└── Transform(BaseModel)
lib/scl_context.py [Render-Kontext für die SCL, BaseModel]
├── SclName (Wert + Merker todo: noch aus der E-Planung offen?)
├── SclSeparator (ein stInSeparator<n>-Block)
├── SclSwitch (ein stInSwitch<n>-Block + FC_Direction-Aufruf)
├── SclSwitchExit (Weichenabgang + darüber erreichbare TROs)
├── SclScanner (ein stInBarcodeReader-Block)
├── SclJam (Staubereich an Ein-/Ausgang)
├── SclTro (alles für eine REGION)
│ ├─ separators: list[SclSeparator]
│ ├─ switches: list[SclSwitch]
│ ├─ switch_exits: list[SclSwitchExit]
│ ├─ scanners: list[SclScanner]
│ ├─ jam_entries / jam_exits: list[SclJam]
│ └─ main_tro, safety, ... : SclName
└── SclFile (die ganze Datei)
└─ tros: list[SclTro] (in Fliessrichtung)
lib/scl_skeleton.py [SCL-Ausgabe]
└── SclTemplates (Ordner mit <fbType>.scl.j2, hält ein jinja2.Environment)
```
## Auffälligkeiten für ein mögliches Refactoring
1. ~~`OpenPoint` existiert zweimal~~ — erledigt 2026-10-10: zu
`model.TroCandidate` zusammengefasst (`expect` → `type_name`, `x/y/z` →
`position`); `ConnectionSpec` durch `model.Connection` ersetzt;
`tro_overrides.py` importiert beide aus `model.py`.
2. **Zwei parallele Graph-Hierarchien** in `material_flow.py`
(`Node/Edge/Graph` vs. `TrackNode/TrackEdge/TrackGraph`) teilen sich keine
Basisklasse, obwohl Struktur und Feldnamen sich stark ähneln (`node_id,
kind, ...` / `src, dst, ...`). Eine gemeinsame leichte Basis (z. B. ein
generisches `GraphBase[NodeT, EdgeT]`) wäre möglich, aber angesichts der
wenigen Stellen, die beide Typen anfassen, vermutlich mehr Abstraktion als
Nutzen.
3. **`TroItem` und `TroSymbol` sind reine Konstanten-Namespaces** (keine
Instanzen, keine Methoden außer `TroItem.all()`), kein Pydantic-Modell wie
der Rest von `tro_catalog.py`. Das ist bewusst so (siehe Docstring: "damit
Tippfehler auffallen") und funktioniert wie ein `Enum`-Ersatz — ein `StrEnum`
wäre eine nahe liegende, idiomatischere Alternative, falls ein Refactoring
ansteht.
4. Die einzige echte Vererbung (`DerivedTro(TroBase)`) ist sauber: `TroBase`
ist bereits so geschnitten, dass es für Systemgrenzen (`boundaries`)
wiederverwendet wird, `DerivedTro` ergänzt nur das, was die CSV-Ableitung
zusätzlich weiß. Kein Handlungsbedarf.
**Fazit:** Die Code-Basis nutzt Vererbung bewusst kaum — die Architektur trennt
stattdessen über Module (Typ-Katalog vs. Instanz vs. Ableitung vs. Ausgabe,
siehe `model.py`-Kopfkommentar) und über Komposition. Ein Refactoring in
Richtung "mehr Vererbung" wäre hier eher kontraproduktiv. Die doppelte
`OpenPoint`-Definition (1) ist behoben; offen bleibt nur optional `StrEnum`
statt Konstanten-Klassen (3).
## Die komplexen Klassen im Einzelnen
Die folgenden Abschnitte beschreiben je Klasse, **wozu** sie da ist, **was
darin passiert** und **wer sie erzeugt bzw. liest**. Einfache Datenhalter
ohne eigene Logik — `Connection`, `TroCandidate`, `Edge`, `TrackEdge`,
`TroItem`/`TroSymbol` und die kleinen Blöcke `SclSeparator`, `SclSwitch`,
`SclSwitchExit`, `SclScanner`, `SclJam` — sind im Baum oben ausreichend
beschrieben und bekommen keinen eigenen Abschnitt.
### `TroDefinition` (+ `TroStyle`) — `lib/tro_catalog.py`
**Wozu:** Beschreibt einen TRO-**Typ**, nicht eine Stelle in der Anlage: Kurzname
(`1Sep1Swi`), Siemens-FB (`FB_ILS_MTRO_1Sep1Swi`), Bauteile
(`{"Separator": 1, "Switch": 1}`), Farbgruppe und CAD-Symbol. Der Katalog
aller Definitionen ist die ausführbare Form von `doc/TRO_Typen.md`.
**Was passiert darin:** Pydantic mit `validate_assignment` und `extra="forbid"` —
eine Definition kann nie ungültig werden, auch nicht über die `set_*`-Methoden.
`_clean_items` wirft Bauteile mit Anzahl ≤ 0 heraus. Ein eigener `__init__`
erlaubt die alte Positionsform `TroDefinition("1Sep", "FB_...", {...})`. Dazu
kommen Abfragen (`get_items`, `has_item`, `get_item_fb`, `get_total_items`) und
Darstellungshelfer (`get_dot_attrs`, `mermaid_class/_classdef`,
`describe_items`). `TroStyle` liefert nur die Farben einer Gruppe für Graphviz,
Mermaid und CAD.
**Wer nutzt sie:** Über `get_tro(name)`/`catalog()` jeder, der vom Typnamen auf
FB oder Bauteile kommen muss — vor allem `TroBase.definition()`; außerdem
`tro_flow` (Typprüfung), `tro_annotate` (Farbe/Symbol, `--emit-lisp`) und die
Doku-Grafiken.
### `TroBase` / `DerivedTro` — `lib/model.py`
**Wozu:** Ein konkreter TRO in einer Anlage (Instanz). `TroBase` ist der Kern, den
jeder TRO hat, egal woher er stammt: `tro_id`, `type_name`, `separators`,
`predecessors`/`successors`, `position`. `DerivedTro` ergänzt, was `tro_flow`
beim Ableiten aus dem CSV zusätzlich weiß: `hosts`, `scanners`, `reason`,
`colocated`, `position_from`/`position_points`. Systemgrenzen (`SYSn`) sind
ebenfalls `DerivedTro`.
**Was passiert darin:**
- `fb_block` und `items` sind **berechnete** Felder: bei jedem Zugriff aus dem
Katalog gelesen (`definition()` → `get_tro(type_name)`), nie gespeichert. In der
JSON stehen sie trotzdem (`fbType`, `items`), damit sie lesbar ist.
- `_check_catalog_fields` (Validator vor dem Einlesen): steht in einer JSON ein
`items`/`fbType`, das nicht zum Typ passt, ist das ein Fehler — "den Typ ändern,
nicht die Bauteile". Danach werden die Felder verworfen.
- Aliase: in der JSON `id`/`type`, im Code `tro_id`/`type_name`
(`populate_by_name`).
- `_Positioned` (Mixin) wandelt `position` zwischen Tupel und
`{"x","y","z"}` und liefert `x`/`y`/`z` und `describe_position()`.
- `DerivedTro.connected`: hat der TRO überhaupt Nachbarn?
**Wer nutzt sie:** `tro_flow.derive_tros`/`derive_boundaries` erzeugen sie,
`scl_context` liest sie (als `TroBase`), `tro_annotate` zeichnet sie.
### `Analysis` — `lib/model.py`
**Wozu:** Das Arbeitsergebnis eines Ableitungslaufs, bevor daraus eine Datei wird.
Enthält mehr als die JSON: Kanten als Tupel, Kantenarten, isolierte TROs,
unbekannte Typen, Befunde, die verwendete Methode.
**Was passiert darin:** Fast nur Daten; `by_id()` sucht über TROs und
Systemgrenzen. Befüllt wird sie in `tro_flow.analyse_tros` in fester
Reihenfolge: `derive_tros` → `derive_boundaries` → `locate_tros` (Position,
nötig für die Reihenfolge auf einer Kreiselbahn) → `link_tros` (Kanten und
Kantenarten) → Prüfung gegen den Katalog.
**Wer nutzt sie:** `tro_flow` (Bericht, Diagramm, `--json`) und `tro_annotate`
(zeichnet direkt aus der `Analysis`, ohne Umweg über die JSON).
### `TroDocument` — `lib/model.py`
**Wozu:** Die TRO-JSON `<csv>_tro.json` (Schema `sps_skel-tro-v3`) — die
Schnittstelle zwischen Ableitung (`tro_flow --json`) und SCL-Ausgabe
(`scl_skeleton`). Weil beide Seiten dieselbe Klasse benutzen, kann das Format
nicht unbemerkt auseinanderlaufen.
**Was passiert darin:** `from_analysis()` macht aus einer `Analysis` ein Dokument
(Kanten + Kantenarten → `Connection`-Liste). `to_json()` schreibt mit den
JSON-Aliasen, `from_json()` liest und prüft. `extra="forbid"` sorgt dafür, dass ein
umbenannter oder falscher Schlüssel als Fehler auffällt statt still einen
Standardwert zu bekommen; `scl_skeleton.main` meldet bei falschem `schema`
gezielt "mit tro_flow neu erzeugen".
**Wer nutzt sie:** geschrieben von `tro_flow --json`, gelesen von
`scl_skeleton.load_document` → `scl_context.build_context`.
### `Element`, `Graph`, `TrackGraph` — `lib/material_flow.py`
**Wozu:** Das Rohmodell aus dem CSV-Export (ILS 2.0), noch ohne TRO-Begriff.
- `Element` = eine CSV-Zeile: Art, ID, Name, Nachbarn, `track_ids`,
Merkmale, Position, Bounding-Box, Anschlusspunkte K1..K4.
- `Graph` (`Node`/`Edge`) = grober **Materialfluss-Graph**: Transportobjekte
(Strecke, Gefällestrecke, Kreisel-Bahn) als Knoten, Geräte (Separatoren,
Weichen, Scanner …) an die Knoten gehängt (`Node.devices`), Stationen und
Übergaben als Kanten.
- `TrackGraph` (`TrackNode`/`TrackEdge`) = feiner **Bahnzusammenhang**: jedes
Bahnelement (AS, SEP, ES, Weiche, BTMT …) ist ein Knoten, verkettet in
Bau- bzw. Drehrichtung (siehe `doc/track.md`).
**Was passiert darin:** `Element` hat viele abgeleitete Properties: Klassifizierung
(`is_transport`, `is_circle`, `is_device`, `is_station`, `is_transfer`,
`is_entry`/`is_exit`), Geometrie (`x/y/z`, `bbox_x/y`, `height`,
`height_from/to`, `rise`), Antrieb (`drive_dir`, `rotation`). Die Graphklassen
selbst sind reine Container; die Logik steckt in den Funktionen
`build_graph()` (Knoten bilden, Geräte zuordnen, Kanten sammeln, Fliessrichtung
aus Gefälle/Antrieb, Stationen und Übergaben einhängen) und
`build_track_graph()` (Ketten aus der Spalte `TrackIds`; ein Element in zwei
Containern verbindet diese automatisch). `TrackNode` kann ohne `element`
existieren (Platzhalter für eine nicht auflösbare Bahn, generisches
Ein-/Ausgang-Symbol).
**Wer nutzt sie:** `material_flow` selbst (DOT/SVG/connect.ini/Bericht) und
`tro_flow.analyse_tros(graph, elements)` als Eingang der TRO-Ableitung;
`tro_annotate` für Ankerpunkte des Lagebezugs.
### `Overrides` (+ `TroOverride`, `SplitSpec`, `MergeSpec`) — `lib/tro_overrides.py`
**Wozu:** Von Hand gepflegte, vor Ort bestätigte Korrekturen aus
`cfg/tro_overrides.ini` für das, was die Ableitung nicht erkennen kann.
- `TroOverride`: Typ eines TRO korrigieren. Adressiert über `tro_id` **oder**
— stabiler — über einen `separator`, weil TRO-Nummern sich zwischen Läufen
verschieben, Separatornummern aus dem Export nicht (`matches()`).
- `SplitSpec`: Separatoren/Scanner aus einem TRO herauslösen und einen neuen TRO
bilden (Übergabestelle, deren Zuordnung auf die Strecke statt auf die
Kreiselbahn zeigt).
- `MergeSpec`: mehrere TROs zu einem Steuerobjekt zusammenfassen (z. B. zwei
Sperren beiderseits eines Kreisel-Berührpunkts).
- `Overrides`: Sammelcontainer je CSV-Datei, dazu gesetzte Topologie
(`connections`, ersetzt die abgeleiteten Kanten vollständig), erwartete
TROs (`candidates`), Protokoll (`applied`) und `warnings`. `bool(overrides)`
ist True, sobald irgendeine Korrektur vorhanden ist.
**Was passiert darin:** `load_overrides(csv_name)` liest den INI-Abschnitt der
CSV-Datei und baut daraus die Objekte; Lesefehler landen in `warnings` statt
den Lauf abzubrechen.
**Wer nutzt sie:** Stand heute **nur** `material_flow --connect`
(`render_connect_ini` schreibt sie als `[<Anlage>.manual]`-Abschnitt). `tro_flow`
wendet sie (noch) nicht an — sie fliessen also nicht in die TRO-JSON und nicht
in die SCL.
### `Transform` (+ `RegistrationError`) — `lib/dxf_registration.py`
**Wozu:** Der Lagebezug zwischen CSV-Export und BricsCAD-Zeichnung: eine starre
Transformation `csv = R(rotation) · dxf + (dx, dy)`. Ohne sie landen die
TRO-Marker in `tro_annotate` an der falschen Stelle.
**Was passiert darin:** `to_csv()`/`to_dxf()` rechnen Punkte hin und zurück,
`describe()` fasst Verschiebung, Drehung, Punktzahl und Restfehler zusammen.
Die Ermittlung steckt in Funktionen: `derive_transform()` ordnet punktartige
Objekte gleicher Rolle (Separator, Scanner) aus CSV und DXF zu, stimmt über
Verschiebungen ab, gleicht aus und wählt den besten Kandidaten;
`verify_transform()` rechnet die Restfehler nach und schreibt sie ins Objekt;
`load_transform()`/`save_transform()` lesen/schreiben
`cfg/dxf_registration.json`. `RegistrationError` heisst: der Bezug liess sich
nicht **nachweisbar** bestimmen — dann lieber abbrechen als falsch zeichnen.
**Wer nutzt sie:** `tro_annotate.resolve_transform` (Reihenfolge: `--offset` →
abgelegter Bezug → neu ermitteln, jeweils mit Prüfung), dazu das geparkte
`tro_extract`.
### `SclFile`, `SclTro`, `SclName` — `lib/scl_context.py`
**Wozu:** Der **Render-Kontext** für das FB_Main-Gerüst. Alles, was aus der
TRO-JSON *abgeleitet* wird, steht hier fertig drin; die Ausgabe
(`emit_*`-Funktionen oder Jinja-Templates) rechnet nichts mehr selbst, sie
liest nur noch. So können generischer Aufbau und Templates nicht
unterschiedlich ableiten.
**Was passiert darin:**
- `build_context(document, source, start_id)` baut aus einem `TroDocument` ein
`SclFile`: Kopfdaten plus die TROs in Fliessrichtung.
- `flow_order()` bestimmt die Reihenfolge der REGIONs: Start bei `--start`, sonst
beim TRO ohne Vorgänger, sonst beim TRO, den eine Station (`SYSn`) speist,
sonst wird der Kreislauf willkürlich aufgetrennt — der Grund steht im
SCL-Kopf (`start_reason`). Danach Breitensuche; nicht erreichte TROs werden
hinten angehängt, damit keiner verloren geht.
- `_tro_context()` baut je TRO ein `SclTro`: so viele Separator-, Weichen- und
Scannerblöcke, wie der Katalogtyp Bauteile hat (`items`); je Vorgänger ein
Staubereich am Eingang, je Nachfolger einer am Ausgang; `to1_destinations`
nur bei genau einer Weiche (bei mehreren ist die Aufteilung eine
Planungsentscheidung); die Zielliste je Weichenabgang über
`reachable_via()` (Erreichbarkeit im TRO-Graphen, ohne über die Weiche
zurückzulaufen).
- `SclName` = Wert + Merker `todo`. Alles, was aus der E-Planung kommen muss
(Separator-/Weichennummern, Sensor-/Aktoradressen, MainTro, Staubereichs-DB …),
ist heute ein Platzhalter mit `todo=True`; die Ausgabe hängt daran den
Kommentar `TODO(E-Planung)`. Spätere Namensregeln ersetzen nur den Wert und
löschen den Merker — die Ausgabe ändert sich dafür nicht.
**Wer nutzt sie:** erzeugt in `scl_skeleton.render()`/`main()`, gelesen von
`render_context()`, den `emit_*`-Funktionen und den Templates (als `t`).
### `SclTemplates` — `lib/scl_skeleton.py`
**Wozu:** Die Anbindung der parametrisierten SCL-Aufrufstellen
(`lib/scl_templates/*.scl.j2`) an die Ausgabe. Ein Objekt steht für einen
Template-Ordner.
**Was passiert darin:** Der Konstruktor baut ein `jinja2.Environment` mit
`StrictUndefined` (ein Tippfehler im Template wird zum Fehler statt zu einer
leeren SCL-Stelle), `trim_blocks`/`lstrip_blocks` und der globalen Variable
`TODO`. `has(fb)` prüft, ob `<fb>.scl.j2` existiert; `render(tro)` rendert das
Template mit `t = SclTro` und fasst danach mehrfache Leerzeilen zusammen (statt
das mit `{%- -%}` im Template zu tun, was die Einrückung bricht).
#### Template ↔ TRO: Zuordnung und Einstieg in die Produktion
**Zuordnung — es gibt keine Tabelle, nur eine Namenskonvention:
Dateiname = FB-Typ.** Die Kette:
```text
DerivedTro.type_name "1Sep1Swi" (TRO-JSON, Feld "type")
-> tro_catalog.get_tro() TroDefinition
-> TroDefinition.fb_block "FB_ILS_MTRO_1Sep1Swi"
-> TroBase.fb_block (berechnet, nicht gespeichert)
-> SclTro.fb (scl_context._tro_context)
-> SclTemplates.has/render lib/scl_templates/FB_ILS_MTRO_1Sep1Swi.scl.j2
```
Ein neues Template für einen weiteren Typ heisst also einfach
`<fbType>.scl.j2` und wird automatisch für alle TROs dieses Typs verwendet.
Heute gibt es nur den Piloten `FB_ILS_MTRO_1Sep1Swi.scl.j2` (plus
`_macros.scl.j2` mit gemeinsamen Makros). Alle anderen Typen laufen über den
generischen Aufbau (`emit_region()`).
**Einstieg — nur per Schalter (opt-in):**
- `scl_skeleton --templates [DIR]` (ohne DIR: `lib/scl_templates`). `main()`
legt dann ein `SclTemplates` an; `render_context()` nimmt pro TRO
`templates.render(tro)`, wenn `templates.has(tro.fb)`, sonst `emit_region()`.
Der SCL-Kopf listet, welche FB-Typen aus Template bzw. generisch kamen.
- `--strict` bricht ab (Exit 1, keine SCL), wenn ein FB-Typ der Anlage kein
Template hat. Ein `TemplateError` (fehlende Variable, Syntaxfehler) bricht
ebenfalls ab — lieber keine SCL als eine mit stillen Lücken.
- Ohne `--templates` werden Templates gar nicht geladen; die Ausgabe ist die
bisherige (Golden-Files `tests/fixtures/scl/*_FB_Main.scl`). Mit Templates
pinnen `*_FB_Main_templates.scl` das Ergebnis.
- `bin/scl_skeleton.bat`/`.sh` reichen die Schalter nur durch; der Standardaufruf
ohne `--templates` nutzt also **keine** Templates.
**Nicht Produktion:** `doc/TRO_Katalog/scl_templates/*.scl` sind die realen
Referenz-Aufrufstellen. Gegen sie prüft `tests/test_scl_templates.py` jedes
Template im Round-Trip; in die erzeugte SCL fliessen sie nicht ein.